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24.11.2017

HEIMAT 1992/2017 – katholische Sorben in der Oberlausitz

Foto-Ausstellung im Haus am Dom

Sorbisches Brauchtum in der Oberlausitz (Fotos: Varnhorn)

FRANKFURT.- Die katholischen Sorben sind eine ethnische Minderheit mit eigener Sprache in der Oberlausitz, einem Gebiet zwischen Dresden und Bautzen. Der Frankfurter Fotograf Andreas Varnhorn reiste 1992 mehrere Male dorthin. Kurz nach der deutschen Wiedervereinigung entstand so ein historisches Zeitdokument mit Bildern, die wie aus der Zeit gefallen wirken. Vom 2. Dezember bis zum 31. Januar sind seine Fotografien im Haus am Dom, Domplatz 3, unter dem Titel „HEIMAT 1992/2017“ zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 1. Dezember, um 19 Uhr.

Neben der Dokumentation der für die Sorben wichtigen Feiertagsfestlichkeiten sind auch sehr persönliche Portraits entstanden. Zum großen Teil handelt es sich bei den Exponaten um die 1992 analog erstellten Schwarzweiß-Abzüge, ergänzt um noch nicht veröffentlichte Fotografien im modernen Fotodruckverfahren. Darüber hinaus hat Varnhorn 25 Jahre später einige der damals Portraitierten erneut fotografiert und gefragt, was für sie „Heimat“ bedeutet.

Soirée am Dom zu kultureller Identität 

In einer Soirée am Dom am Donnerstag, 30. November, 19.30 Uhr im Haus am Dom geht die Psychologin Beate Mitzscherlich, Professorin für Pflegeforschung an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, der Frage nach, wie sich kulturelle Identität zwischen Assimilation und Abgrenzung bilden kann. Am Beispiel der Sorben will sie verdeutlichen, wie es Minderheiten gelingt, ihre eigene kulturelle Identität zu behalten, ohne sich von der Außenwelt abzugrenzen.

Der Eintritt zur Soirée beträgt fünf Euro, ermäßigt vier Euro. Der Besuch der Ausstellung ist frei. Die Ausstellung im Haus am Dom, Domplatz 3, ist geöffnet von montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr, bei Abendveranstaltungen auch länger.