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17.05.2017

Kinder der Befreiung

Erfahrungen Schwarzer Deutscher der Nachkriegsgeneration

FRANKFURT.- Eigentlich waren sie "Kinder der Befreiung", aber ihre ersten Lebensjahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren oftmals traumatisch und ihr Leben vielfach von alltäglichem Rassismus geprägt: Ein Studiennachmittag am Samstag, 27. Mai, 14 Uhr, widmet sich im Haus am Dom, Domplatz 3, diesen heute 60- bis 70jährigen Deutschen.

Das rassistische Weltbild des Nationalsozialismus beherrschte auch nach 1945 den Umgang mit den Kindern schwarzer US-Soldaten und – weißer – deutscher Frauen. Unter diesen Vorzeichen wurden zwischen 1945 und Anfang der 60er Jahre viele Mütter dazu gedrängt, ihr Sorgerecht aufzugeben. Zur „Problemlösung“ wurden die Kinder oft in Heimen oder in Pflegefamilien untergebracht, auch Adoptionen in die USA oder nach Skandinavien kamen häufig vor.

Den Kindern war gemeinsam, dass ihre ersten Lebensjahre entscheidend von einem weiterhin virulenten, institutionalisierten und alltäglichen Rassismus geprägt waren. Der Studientag nimmt die Publikation „Kinder der Befreiung“ zum Anlass, aus Sicht dieser heute 60 bis 70-Jährigen auf diese Epoche und ihre Auswirkungen auf deren persönliche Lebenszusammenhänge und auf die Gesellschaft zu blicken.

Studiennachmittag 14:00 -18:00 Uhr
Lesung: 19:00 Uhr
Kosten 10 € / erm. 7 €
Mit u.a.:
· Dr. Marion Kraft, Autorin, Literaturwissenschaftlerin, Bielefeld
· Eleonore Wiedenroth-Coulibaly, Mitgründerin ISD, Frankfurt a.M.

Kooperation:
· ISD Bund e.V.
· Hessische Landeszentrale für politische Bildung

Adresse:
Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt